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Am Kirchhof 7-9 | 31655 Stadthagen


Gemeinschaftspraxis Kardiologie

Dr. Claudia Widenhorn-Müßig
Dr. Stephan Kretschmer

Tel. 05721 922666




L E I S T U N G E N  
 

 

Die nicht invasiven kardiologischen und angiologischen Leistungen

EKG
Das EKG ist die Basisuntersuchung in der Kardiologie und zeichnet elektrische Potentialdifferenzen, die durch die Herztätigkeit hervorgerufen werden an der Körperoberfläche auf. Hierdurch kann man ältere aber auch akute Infarkte, eine Muskelverdickung und viele, teils spezielle Rhythmusstörungen erkennen. Diese sehr „alte“ Untersuchungsmethode ist immer noch unverzichtbar.

Lungenfunktionsprüfung
Bei dieser Untersuchung wird das Lungenvolumen bei maximaler Einatmung (Vitalkapazität) und bei maximaler, schneller Ausatmung überprüft (Tifenau-Test). Wir wenden diese Untersuchung bei unklarer Atemnot, bzw. zur Einschätzung des Schweregrades bei chronischer Lungenerkrankung (obstruktive Atemwegserkrankung) an. Auch vor größeren Operationen sollte eine Lungenfunktion zur Risikoeinschätzung der Operation vorgenommen werden.

Langzeit-EKG
Diese Untersuchung zeichnet ein EKG kontinuierlich in der Regel über 24 Stunden auf. In speziellen Fällen ist eine Aufzeichnung auch über 72 Stunden bzw. 7 Tage möglich bzw. sinnvoll. Das Langzeit-EKG dient der Erkennung möglicher Herzrhythmusstörungen, die bislang nicht erkannt worden sind oder der Therapiekontrolle bekannter Rhythmusstörungen. Werden Rhythmusstörungen gefunden muß in aller Regel eine weitere, eingehende kardiologische Untersuchung erfolgen.

„Telemedizin“
In Zusammenarbeit mit dem Herz- und Diabetes Zentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ) können über unsere Praxis nach Einweisung verschiedenen Geräte mit nach Hause gegeben werden, mit dem der/die Patient/in selbst Rhythmusstörungen, die zu Hause auftreten dokumentieren kann. Das Auslesen der Daten des Gerätes, also der Rhythmusstörungen, erfolgt über das Telefon und wird an das HDZ gesendet. Dort besteht eine 24-Stunden Bereitschaft. Die Ausdrucke der Rhythmusstörungen werden zeitnah in unserer Praxis besprochen.

Langzeit-Blutdruckmessung
Diese Untersuchung misst, ähnlich wie das Langzeit-EKG, ambulant über 24 Stunden den Blutdruck in zuvor eingestellten Intervallen und protokolliert diese. Das Protokoll wird am Ende der Untersuchung in der Praxis ausgewertet. Man erhält einen genauen Überblick über die Blutdruckregulation im Tagesverlauf. Dadurch lässt sich eine medikamentöse Therapie kontrollieren und ein erhöhter Blutdruck überhaupt erst erkennen. Das Verfahren gilt als der „Gold-Standard“ in der Behandlung und Diagnostik der arteriellen Hypertonie.

Belastungs-EKG (Ergometrie)
Während einer Ergometrie wird unter einer definierten und stufenweisen Steigerung der Belastung (normalerweise 25 Watt/ Minute) auf einem Fahrrad kontinuierlich ein EKG aufgezeichnet. Diese Untersuchung dient in erster Linie der Erkennung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels. Aber auch sportmedizinische Untersuchungen oder Kontrollen nach Therapie sind sinnvolle Indikationen für diese Untersuchung.

Spiroergometrie
Diese Methode kombiniert eine Ergometrie mit einer Lungenfunktion. Hierbei wird die Funktionseinheit aus Herzleistung, Atmung und Muskelkraft gemessen. Die Patienten atmen während der Untersuchung über eine Maske Sauerstoff ein, so dass der Verbrauch bestimmt werden kann. Durch eine Kombination verschiedener Untersuchungsparameter kann die funktionelle Bedeutung einer Herzerkrankung sehr viel besser abgeschätzt werden. Die Methode wird bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Herzleistung ebenso eingesetzt, wie auch bei jungen Leistungssportlern zur genauen Bestimmung ihrer Leistungsgrenzen.

Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens)
Die Ultraschalluntersuchung des Herzens ist die zentrale Untersuchung bei der kardiologischen Vorstellung. Ähnlich einem Echolot werden Ultraschallwellen zum Herzen gesandt und von dort reflektiert, wobei unterschiedliche Gewebe den Ultraschall verschieden reflektieren und dadurch das typische Ultraschallbild entsteht. Die Untersuchung liefert eine große Anzahl sehr wichtiger Informationen von Herzerkrankungen. So lassen sich Herzklappenfehler sehr genau diagnostizieren (häufig viel genauer als mit dem Herzkatheter), Durchblutungsstörungen des Herzmuskels erkennen, wobei sich die Herzkranzgefäße oder vorhandenen Bypässe nicht darstellen lassen. Manchmal ist die Untersuchungsqualität durch begleitende Erkrankungen der Lunge oder bei deutlichem Übergewicht reduziert.

Transösophageale Echokardiografie („Schluck-Echo“)
Bei dieser Untersuchung wird eine Ultraschallsonde ähnlich einer Magenspiegelung in die Speiseröhre eingeführt. Durch die unmittelbare Nähe der Speiseröhre zum Herzen erhält man so sehr genaue Bilder in hoher Auflösung von Strukturen im Herzen, die sich der üblichen Untersuchung „von außen“ häufig entziehen. Sehr wichtig ist die Untersuchung bei entzündlichen Herzklappenerkrankungen, bei dem Verdacht auf „Löcher“ im Herzen (Septumdefekt) oder auch nach einem Schlaganfall. Sehr gut lässt sich auch die große Körperschlagader (Aorta) erkennen. Wie bei einer Magenspiegelung muß der Patient 4-6 Stunden vorher nüchtern sein und muß in einem Gespräch vorab über die Untersuchung aufgeklärt sein. Die Untersuchung wird gelegentlich als unangenehm empfunden, ist aber nicht schmerzhaft. Das Risiko der Untersuchung ist, erneut ähnlich der Magenspiegelung, extrem gering.

Stressechokardiografie (Belastungsultraschall)
Bei dieser Methode wird eine Ultraschalluntersuchung des Herzens vor, während und unmittelbar nach einer fahrradergometrischen Belastung (dynamisches Stressechokardiographie) durchgeführt. Wir führen z.Zt. ausschließlich diese Methode der Belastung durch und nicht die medikamentöse „Belastung“. Durch einen Vergleich der Ultraschallbilder können Verengungen der Kranzgefäße und bestimmte Herzklappenfehler sehr viel genauer erkannt bzw. in ihrem Schweregrad bestimmt werden. So lässt sich die Methode auch zur Verlaufsbeobachtung nach einer Aufdehnung der Herzkranzgefäße (PTCA) einsetzen.

Die Genauigkeit dieser Methode ist mit der sehr viel aufwendigeren und teureren Myokardszintigrafie zu vergleichen. Die Methode ist praktisch risikolos und erfordert während der gesamten Untersuchung die Anwesenheit eines Arztes. Vor der Untersuchung sollte nach Möglichkeit keine Einnahme von sog. „durchblutungsfördernden“ Medikamenten erfolgen, insbesondere sollten Betarezeptorenblocker 2 Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden.

Carotis-Doppler- und Duplexsonografie der Carotiden (Ultraschall der Halsgefäße)
Bei dieser Ultraschallmethode werden die Gefäßwände der hirnversorgenden Arterien dargestellt und mögliche Gefäßverkalkungen können sehr genau erkannt werden und das Herz-Kreislauf-Risiko lässt sich sehr viel genauer abschätzen. Durch die gleichzeitige Kombination mit einer Duplexsonografie kann der Schweregrad einer Einengung (Stenose) exakt bestimmt werden. Die Untersuchung wird bei Z.n. Schlaganfall, bei neurologischen Ausfallserscheinungen und auch vor größeren Operationen (z.B. Herzoperation) eingesetzt. Auf Patientenwunsch (und ohne die vorgenannten Erkrankungen) kann diese Methode auch als individuelle Gesundheitsleistung durchgeführt werden. Über Einzelheiten beraten wir Sie gerne.

Duplex-Sonografie der Beinarterien und der Nierenarterien
Das Prinzip dieser Untersuchung ist das gleiche wie in der vorbeschriebenen Untersuchung der Carotis-Doppler Untersuchung. Es werden per Ultraschall Stenosen oder Verschlüsse der Beinarterien oder der großen Gefäße des Bauchraumes (abdominelle Gefäße) dargestellt. Die Untersuchung kommt bei Durchblutungsstörungen der Beine zur Anwendung, bzw. bei einem schlecht einzustellendem Hochdruck.

Schrittmacherkontrollen/Defibrillatorkontrollen
In der modernen „Elektrotherapie des Herzens werden heutzutage Schrittmacher implantiert, die bei einem zu langsamen Pulsschlag des Herzens das Herz niedrigenergetisch stimulieren und das Herz so „im Takt“ halten. Dabei stehen viele Programmierungsmöglichkeiten zur Verfügung, um möglichst den Eigenrhythmus zu begünstigen. Die Defibrillatortherapie wird i.d.R. bei Patienten angewandt, deren Herzen zu lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen neigen und im Notfall über eine Defibrillation des Gerätes beendet werden können.

Wir kontrollieren in der Praxis alle gängigen Schrittmacher-Aggregate (Biotronik, Medtronic, Vitatron, Boston-Scientific (ehemals CPI-Guidant), St. Jude Medical (SJM) und teilweise auch ältere Siemens- Geräte.
Defibrillator-Geräte kontrollieren wir in begrenzterem Umfang. Biventrikuläre Systeme kontrollieren wir in der Praxis z.Zt. nicht. Es wird in jedem Fall empfohlen vor einer Erstkontrolle Kontakt mit der Praxis aufzunehmen.

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