Bei Ihnen soll eine transösophageale Echokardiografie vorgenommen werden? In unserer Sprechstunde klären
wir Sie mündlich und schriftlich umfassend über die Behandlungsmethoden, Risiken sowie notwendige Vor- und Nachbereitungsmaßnahmen auf. Zum Nachlesen möchten wir Ihnen
diese Informationen im Downloadbereich zur Verfügung stellen. Fragen dazu beantworten wir Ihnen gern in unserer Sprechstunde.
Alle Informationen können Sie hier auch als PDF herunterladen.
Invasive Leistungen werden derzeit nicht über unsere Praxis angeboten, sondern wir überweisen Sie zeitnah an eine unserer kooperierenden Kliniken.
Anamnesebogen / Patientenfragebogen
Hier können Sie unseren Anamnesebogen / Patientenfragebogen herunterladen. Bitte füllen Sie diesen vor Ihrem Besuch in unserer Praxis aus. Entweder können Sie den Fragebogen ausdrucken
und in die Praxis mitbringen oder uns vorab per E-Mail zusenden.
Wenn Sie den Fragebogen am Bildschirm (Computer, Tablet oder Smartphone) ausfüllen möchten, dann benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader. Dieser ist kostenlos erhältlich im
APP-Store (für Smartphone & Tablet) oder unter https://get.adobe.com/de/reader/.
Bei Ihnen ist eine Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre geplant. Im Folgenden möchten wir Ihnen kurz den Untersuchungsablauf beschreiben,
um Sie vorab über diese Methode zu informieren. Dieser Bogen ersetzt jedoch nicht das Aufklärungsgespräch, das vor einer solchen Untersuchung
notwendig ist.
Der Name "Schluckecho" bezeichnet umgangssprachlich eine Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre, die sogenannte transösophageale
Echokardiografie, im Folgenden TEE abgekürzt. Die Untersuchung erfolgt nach dem Prinzip einer Magenspiegelung, nur dass sich an dem Gerät
keine Optik und Lichtquelle befindet, sondern eine Ultraschallquelle. Das Gerät entspricht ansonsten einem Endoskop, das für die Magenspiegelung
verwendet wird.
Da das Herz unmittelbar vor der Speiseröhre liegt, können die hinteren Abschnitte des Herzens exzellent dargestellt werden mit einer Genauigkeit
und Auflösung des Bildes, die man in der normalen, transthoraklen Echokardiografie nicht erreichen kann. Folglich dient die Untersuchung in
erster Linie der Diagnostik von Krankheitsbildern des Herzens oder der großen Körperschlagader, die im hinteren Bereich des Brustkorbes (Thorax)
liegen. Es handelt sich häufig um Klappenerkrankungen, Zustände nach Schlaganfall (gerade auch bei jungen Menschen) und Erkrankungen der Aorta.
Sehr selten kann die Untersuchung auch bei Patienten durchgeführt werden, die konventionell nicht zu untersuchen sind.
Die Sonde wird nach örtlicher Betäubung (Rachensprayanästhesie) im Sitzen oder im Liegen eingeführt. Gelegentlich benötigt der Patient zusätzlich
eine leichte Sedierung. Bitte beachten Sie, dass Sie danach für 24 Stunden nicht mehr verkehrstüchtig sind. Das Einführen des Gerätes verursacht
bei den meisten Patienten einen Würgereiz und einen verstärkten Speichelfluss. Dies wird als unangenehm empfunden, die Untersuchung ist aber
ansonsten nicht schmerzhaft. Sobald das Gerät platziert ist, hört der Würgereiz auf. Die Untersuchung selbst dauert ca. 10-15 Minuten. Ergänzend
kann bei bestimmten Fragestellungen ein "Kontrastmittel" gespritzt werden, um beispielsweise kleinere Löcher in der Scheidewand des Herzens zu
entdecken. Das Kontrastmittel ist eine Zuckerlösung, sodass eine mögliche Kontrastmittelallergie keine Bedeutung spielt. Die Gabe des
Kontrastmittels erfolgt über eine zuvor gelegte Venenkanüle am Unterarm.
Die Untersuchung ist bis auf den genannten Würgereiz ohne größere Risiken durchführbar. Sehr selten kann es zu Herzrhythmusstörungen, auch zum
Blutdruckabfall kommen. Wie bei allen endoskopischen Eingriffen kann es zu einer Verletzung der Speiseröhre kommen, was von kleineren, harmlosen
Schleimhautläsionen bis hin zu einem Einriss reichen kann mit der Folge einer Blutung und/oder Infektion der Organe im Brustraum. Aus diesem
Grunde sind bekannte Erkrankungen der Speiseröhre eine Kontraindikation für diese Untersuchung. Diese ernsten Komplikationen stellen jedoch eine
absolute Rarität dar.
Vor der Untersuchung sollten Sie 6 Stunden keine Mahlzeit zu sich genommen haben. D.h., Sie sollten nüchtern sein. Aus diesem Grunde erfolgt die
Untersuchung meistens früh am Morgen. Trinken dürfen Sie bis zu 2 Stunden vor der Untersuchung. Ihre Medikamente können Sie am Morgen wie gewohnt
einnehmen. Bei Einnahme von Marcumar sollte ein INR-Wert um 2.0 vorliegen (Quick 25-30%). Einzelheiten hierzu sollten persönlich vorab besprochen
werden. Eine sogenannte Endokarditisprophylaxe ist nicht erforderlich.
Nach der Untersuchung kann eine Weile ein Taubheitsgefühl beim Schlucken bestehen, als Nachwirkung der örtlichen Betäubung. Auch kann es
anfänglich beim Husten kleinere Blutbeimengungen als Zeichen der Schleimhautirritation geben. Sie sollten daher in den ersten 2 Stunden nach
der Untersuchung nichts essen und trinken.